Toni Innauer
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Toni Innauer: "Die Welt überrascht uns immer wieder"

23.09.2021

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„Es ist gar nicht schlecht, wenn man die verschiedenen Lebensabschnitte manchmal wie Waggons aneinanderreiht, um den Überblick zu behalten“, sagt Toni Innauer und tut gut daran, denn der Lebenszug des 63-Jährigen Wälders hat mittlerweile eine beachtliche Länge erreicht: Olympiasieger, Coach, Sportdirektor, Lehrer, Unternehmer, Autor, gefragter Vortragender und noch viele weitere Waggons kennzeichnen die Berufskarriere des charismatischen „Bergbauernbuben“. Gut möglich, dass im Laufe der Zeit noch viele weitere Wagen dazukommen, denn Toni Innauer scheut keine Veränderung – zu groß sind der Wissensdurst und die Neugier, auch neue Dinge und Situationen auszuprobieren und zu meistern. Dabei vermeidet der Wahltiroler es auch, langfristige Pläne zu machen, „denn die Welt überrascht uns immer wieder!“
 

Ein bisschen Einzelgänger

Aktuell glänzt der frühere Spitzensportler nicht nur als beliebter Experte im Zweiten Deutschen Fernsehen, sondern als Start-Up-Investor, Businesscoach, Redner oder Co-Autor, allesamt Aufgaben, die dem Bezauer eine breite Öffentlichkeit bescheren – obwohl ihm diese nicht immer angenehm ist. „Ich komme auch sehr gut mit meinem Inneren zurecht – vielleicht bin ich in gewisser Hinsicht auch ein Einzelgänger“, sagt er und ergänzt, dass er aber im Laufe der Zeit gelernt hat, die Begegnungen und Gespräche auch zu genießen. „Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich jetzt älter bin und die Leute mir mit etwas mehr Respekt begegnen“, schmunzelt er. Am Ende komme es aber auf ein gutes Verhältnis an.

Bewegung als Kulturtechnik

Es gibt aber auch Themen, für die er sehr gerne ins Rampenlicht tritt und seine Prominenz für den guten Zweck in die Waagschale wirft – etwa für den Naturschutz, oder, sein jüngstes Projekt: Sport und Bewegung in unserer Gesellschaft: „Wir werden zukünftig Körperlichkeit, Bewegung und Sport wie eine Kulturtechnik an den Schulen und in Kindergärten vermitteln müssen, weil es in den Familien und vor allem vom alltäglichen Leben nicht mehr automatisch mitgeliefert wird“, sagt Toni Innauer und zeichnet ein erschreckendes Bild: Unter den 10-jährigen Kindern schaffen es 80 Prozent nicht mehr, beim Zahnarzt selbständig auf den Behandlungsstuhl zu klettern. Diese negative Begleiterscheinung der Digitalisierung will der 63-Jährige gebürtige Bezauer mit seinem neuen Buch bekämpfen: „Die zwölf Tiroler“ ist ein Bewegungsbuch, das auf 40 Seiten schön illustriert Zusammenhänge erklärt und mit 12 Übungen, die anschaulich nach Tieren benannt sind, gleich ein entsprechendes Bewegungsprogramm mitliefert.  

Wenn ein Mensch seine Vielzahl an spannenden Erfahrungen nimmt, reflektiert, sie dann im lebenslangen Lernen um Theorien aus ganz unterschiedlichen Wissensfeldern anreichert, dann steht als Ergebnis ein Mensch, dem man einfach gerne zuhört. Viel Spaß bei Moscht & Riebel mit Toni Innauer!  

Tonis Bücher gibt es übrigens im gut sortierten Fachhandel, über Tonis Website www.toni-innauer.at oder direkt beim Verlag auf www.csv.at