Marc Brugger
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Marc Brugger - "Lebensmittel sollen Wirkung in unserem Körper erzeugen"

04.06.2021

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Es sollte so richtig groß werden. Marc Bruggers Pläne für ein Bio-Kompetenzzentrum in Dornbirn waren fertig, die Gespräche mit der Stadt fruchtbar, die Investoren gefunden. Und dann kam Corona.

Durch die planerische Unsicherheit kamen Zweifel auf, Investoren wurden nervös und das Projekt verlor seinen Drive. Bis vor ca. einem halben Jahr eine neue Idee geboren wurde: „Dann teilen wir das Ganze eben in kleine, bekömmliche Häppchen auf“, sagte sich der gebürtige Hohenemser und beschloss mit seiner Frau Stefanie, erst einmal kleiner zu beginnen. Klein ist in diesem Fall auch schon richtig groß, denn mit dem Moritz in Ems eröffnen die beiden Vorarlbergs einziges Bio-Restaurant ohne Hotelanbindung. Und schon jetzt, wenige Tage vor der Eröffnung gehen die Planungen bereits in die nächste Runde, denn beim Restaurant allein soll es nicht bleiben. Das Ziel: Aufklärung, ohne den Zeigefinger zu heben. Das ist Bruggers Beitrag zu einem neuen, gesünderen Lebensstil.
 

Einer, der sich Zeit nimmt

Während wir im Federmann Saal im oberen Stock des Restaurants im Jüdischen Viertel in Hohenems unser Gespräch aufzeichnen, laufen im unteren Gastbereich die Vorbereitungen für die große Eröffnung. Obwohl er noch 10.000 Dinge zu denken und zu erledigen hat, nimmt sich Marc die Zeit und ist ganz für uns da. Nie hat man das Gefühl, dass er in Eile sein könnte. Und was er uns zu erzählen hat ist spannend von A bis Z. Vielleicht aufgrund seiner Kindheit, in der das Schlüsselkind mit kroatischen und tiroler Wurzeln schnell selbständig werden musste und sich mit fünf Jahren selbst beim hiesigen Fußballclub angemeldet hat.

Vielleicht aber auch...

... wegen seiner Tätigkeit im Sportmarketing, als er bei einer der größten Sportrechte-Agenturen der Welt den Biathlon Weltcup vermarktet hat. Vielleicht aufgrund der Tatsache, dass er - selbstverständlich völlig unbeteiligt - aber doch mitten im Geschehen war, als die Carabinieri bei Olympia 2006 einen der größten Sport-Doping-Skandale der Geschichte aufdeckten. Oder, weil er als Verantwortlicher mit den Olympischen Jugendspielen 2015 und der Weltgymnaestrada 2019 an zwei wesentlichen Vorarlberger Veranstaltungshighlights beteiligt war.

Eventuell ist es aber auch faszinierend, wie sich ein Mensch trotz fünf Kreuzbandrissen immer wieder hochgekämpft hat und heute, agiler als je zuvor, als Geschäftsführer und Sportmanager den Vorarlberger Turnsport in eine neue Ära begleitet.

Ganz egal, aus welchem Grund man Marc Brugger zuhören möchte. Eines können wir ganz gewiss versprechen: es lohnt sich! Viel Spaß bei dieser neuen Episode von Moscht & Riebel!