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Elektrisch durch den Winter

12.01.2026

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Mit einfachen Tipps und optimierter Fahrweise lässt sich die Reichweite von E-Autos im Winter effizient maximieren, während Komfort und Sicherheit gewährleistet bleiben.

Gut vorbereitet

Auch in der kalten Jahreszeit ist das E-Auto eine zuverlässige und klimafreundliche Alternative zum Verbrenner. Jedoch wird der Akku im Winter stärker gefordert als im Sommer. Kälte, Heizung und kurze Fahrten wirken sich auf die Reichweite aus – diese kann zwischen 15 und 30 Prozent (vor allem bei älteren Modellen) sinken. In diesem Zusammenhang ist aber zu berücksichtigen, dass die tägliche Fahrtstrecke im Durchschnitt bei 35 Kilometern liegt und zahlreiche E-Autos inzwischen über eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern verfügen. „Unsere Energie“ zeigt auf, wie sich der Energieverbrauch im Winter mit ein paar einfachen Tipps optimieren lässt.

Mehr Leistung

Ist der Akku weder warm noch beheizt, ist im Winter mit einer längeren Ladezeit zu rechnen. Es empfiehlt sich, den Akku vor der Fahrt oder einem Ladestopp vorzuheizen. Je wärmer die Batterie, desto höher ist die abrufbare Ladeleistung. Zudem sollte das E-Auto am besten gleich nach der Fahrt aufgeladen werden. So müssen Fahrzeug und Akku nicht erst wieder auf Betriebstemperatur gebracht werden. Hinweis: Effizienz und Batterieschonung stehen bei einer Ladeleistung von 11 Kilowatt in einem ausgeglichenen Verhältnis.

Wohlfühltemperatur

Idealerweise sollte der Innenraum noch vor Fahrtbeginn und während des Ladens vorgewärmt werden – die Energie wird nicht über den Akku bezogen, sondern über das Netz. Es lohnt sich, auf die Lenkrad- und Sitzheizung zurückzugreifen, denn diese verbraucht deutlich weniger Energie als die Luftheizung. Außerdem erwärmt sich der Innenraum schneller, wenn die Umluftfunktion genutzt wird. Die meisten E-Autos haben einen Eco-Modus, bei dem gezielt nur der Fahrerbereich beheizt wird.

Rekuperation anpassen

E-Autos haben die Möglichkeit, beim Bremsen Energie zurückzugewinnen und diese in den Akku einzuspeisen – auch Rekuperation genannt. Wird der Fuß vom Gaspedal genommen, bremst das E-Auto ab. Kalte Akkus können aber weniger Energie aufnehmen, wodurch die Rekuperationsleistung eingeschränkt und die Bremswirkung ungleichmäßig ist. Daher lautet die Empfehlung: eine niedrige Rekuperationsstufe einstellen und auf eine sanfte Fahrweise achten. Reifen mit ausreichend Profiltiefe sind entscheidend, um die Kontrolle auf winterlichen Straßen zu behalten.

Sicher unterwegs

Es zahlt sich aus, Fahrten zu bündeln und Kurzstrecken mit langen Standzeiten dazwischen zu vermeiden – jedes Aufheizen benötigt Energie. Wenn möglich, sollte das E-Auto in einer Garage geparkt werden. Dadurch kühlt die Batterie nicht so stark aus. Darüber hinaus ist es ratsam, den Reifendruck regelmäßig zu prüfen. Die kalten Temperaturen senken den Druck, was wiederum die Reichweite und Sicherheit beeinflusst. Noch ein Tipp: Wer mit dem E-Auto bei Minusgraden im Stau steht, muss sich keine Sorgen machen, dass sich der Akku leert. Moderne Fahrzeuge verbrauchen im Stand sehr wenig Energie.