Podcast
illwerke vkw

Moscht & Riebel - Der energiereiche Podcast mit Her[t]z

26.03.2021

Zurück

Spannende Persönlichkeiten aus und in Vorarlberg im Portrait. 

Jetzt überall, wo es Podcasts gibt

Im Laufe von Jahrhunderten haben sich „Moscht“ und Riebel in das kollektive Erinnerungsvermögen der Vorarlberger:innen eingebrannt. Auch wenn gar nicht selbst erlebt, sieht man sich in geselliger Runde in einer alten Bauernstube am Kachelofen sitzend, einen Riebel, Brösel, Stopfer essen und dazu einen Most genießen. Dieses wohlige Heimatgefühl, diese Geborgenheit in der Wärme bei gutem Essen und Trinken mit Familie und Freunden ist der ideale Nährboden für gute und wertvolle Gespräche. Das ist genau jene Atmosphäre, die Moderator Christof Burtscher schafft, wenn er ab sofort regelmäßig spannende Persönlichkeiten aus und in Vorarlberg vors Mikrofon bittet.

Was erwartet die Hörer:innen?

Wertvolle Gespräche über Lebenswelten, Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit. In kurzweiligen Portraits lernen wir Menschen kennen und verstehen ihren Zugang zum Leben. Wir reden über Schönes, Schlimmes, Aufregendes, Essenzielles, Aktuelles und Vergangenes – immer mit ganz viel Interesse und noch mehr Humor. Viel Spaß beim reinhören!

Alle Folgen im Überblick

Hier finden Sie alle Podcast-Folgen im Überblick. 

Episode 10: Hildegard Breiner - "Ich bin eine Brückenbauerin"

Das Gespräch mit Hildegard Breiner ist gelebte Zeitgeschichte, denn in ihrer frischen und unnachahmlichen Art nimmt uns die Grande-Dame der Anti-Atomkraftbewegung und Trägerin des silbernen Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg mit in ihr Leben für die Umwelt. Sie erzählt von Demütigungen durch Vertreter der Atomlobby, von „Schlachten in Wackersdorf“ und von ihrer bis heute glühenden Leidenschaft für den Naturschutz.

Immer sachlich, immer auf Dialog ausgelegt und immer den Menschen in den Mittelpunkt stellend, hat Breiner eine Ära friedlichen Widerstands geprägt. Als Vorbild und Vorreiterin genießt sie Respekt und Anerkennung heutiger Aktivist:innen wie „Fridays for Future“ und ist gerne gesehene Beraterin und Gesprächspartnerin für die junge Generation.

Was sie macht, macht sie leidenschaftlich. Eine Leidenschaft, die bis heute heiß glüht. Wir wünschen viel Vergnügen mit einem energiereichen Podcast mit Her[t]z! 
 

Episode 9: Michael Diem - "Die Erfahrung hilft, den Weg abzukürzen"

Wenn Ende Juli die Festspiele starten, erwartet die Besucher:innen das volle Programm. Damit ist nicht nur der erwartet hohe Kulturgenuss gemeint, sondern auch ein Maximum an möglicher Sicherheit. In dieser Episode erzählt Michael Diem, kaufmännischer Direktor der Festspiele, warum er davon überzeugt ist, dass die Jubiläumssaison des Seebühnenspektakels heuer ganz besonders wird. „Jede Erfahrung hilft uns dabei, den Weg abzukürzen: wir haben den Zaun vor allem intern noch etwas höher gezogen, denn wir beschäftigen Künstler:innen und Ensembles aus 40 verschiedenen Nationen.“ Eine eigene Teststraße, strenge Masken- und Abstandsregeln und insgesamt ein durchgängiges Präventionskonzept sollen Ausfälle vermeiden. Für eine erfolgreiche Saison 2021 sind Diem und sein Team Tag und Nacht im Einsatz. 

Auch privat ist der zweifache Familienvater ein Macher – als Sohn eines Raumausstatters hatte er lange die Übernahme des Familienunternehmens auf seinem Lebensplan. Aber sein Bauchgefühl und die innere Kraft haben ihn zu seinem „Traumjob“ geführt. Wie er diesen nun tagtäglich ausfüllt, sein Verständnis von Führung und seine Ansichten zum Umgang mit Ressourcen erzählt er im Gespräch mit Host Christof Burtscher. Viel Spaß mit Michael Diem bei Moscht & Riebel! 
 

Episode 8: Hermann Kaufmann - "Eigentum verpflichtet"!

Bei Moscht & Riebel spricht Hermann Kaufmann ausführlich über seinen Werdegang und erzählt, wie sein Onkel Leopold seinen ersten Polierplan wütend vom Tisch gefegt hat. Der gefragte Architekt erklärt, warum er den Grundsatz „Eigentum verpflichtet“, in der Verfassung verankern würde und warum man umso mehr Verantwortung trägt, je mehr man besitzt. Berechtigt stolz ist der Bregenzerwälder darauf, dass Standards im mehrgeschossigen Holzbau, die er mit seinem Team in Vorarlberg entwickelt hat, mittlerweile weltweit etabliert sind.

Die Welt aus Sicht eines Holzbaupioniers, diesmal bei Moscht & Riebel – gute Unterhaltung!

Episode 7: Roman Signer - "Ich war schon als Kind ein Künstler"

„Ich bin kein intellektueller Künstler“, berichtet der mittlerweile 83-Jährige Schweizer Bildhauer, Zeichner, Aktions- und Konzeptkünstler sowie Filmemacher Roman Signer von seinem Werk, „es sind die Neugierde und das Interesse an Veränderungen, das mich treibt.“ Schon als kleiner Bub spielte der Appenzeller Tag und Nacht an der Sitter, dem Fluss in seiner unmittelbaren Nachbarschaft und entdeckte seine Leidenschaft für die Elemente. „Wahrscheinlich war ich durch meine Experimente am Fluss bereits als Kind ein Künstler, habe aber erst im Laufe der Zeit gelernt, diese Kunst auch zu benennen.“ Spätestens seit seiner Abschlussaktion zur Documenta 8 in Kassel („Papierwand“) oder der Biennale in Venedig 1999 gehört Signer zu den ganz großen Bildhauern unserer Zeit, wobei sein Skulpturbegriff sich stark von anderen unterscheidet. Im Gespräch mit Moscht & Riebel erzählt Signer ganz offen davon, wie wichtig die Rezeption durch das Publikum für den Künstler ist und wie er mit Kritik umgeht. Auch Armut spielte in seinem Leben eine große Rolle, denn von der Kunst leben konnte der Schweizer mit seiner Frau Aleksandra erst sehr spät. Was er zu erzählen hat, ist Inspirationsfutter für Kunstliebhaber und Branchenfremde zugleich. 
 

Episode 6: Marc Brugger - "Lebensmittel sollen Wirkung in unserem Körper erzeugen"

Marc Brugger ist ein Tausendsassa. Mit seinem Bio-Kompetenzzentrum in Dornbirn dachte er in großen Dimensionen und wollte eine neue Bio-Ära im Ländle prägen. Dann kam Corona und zwang ihn, erst einmal kleiner zu beginnen. Das neue Moritz Bio-Restaurant, das er gemeinsam mit seiner Frau Stefanie im Juni 2021 eröffnet, ist erst der Anfang. Welche Pläne er schmiedet, was für ihn Bio ist und welche Erfahrungen ihn geprägt haben, erzählt er am Mikro bei Moscht & Riebel. Dabei jagt ein Highlight das nächste: Erfahrt, wie er mit der Gymnaestrada 2019 und den Olympischen Jugendspielen zwei Top-Events in Vorarlberg organisiert hat und wie ihn jene Nacht in Turin - auch wenn selbstverständlich völlig unbeteiligt - geprägt hat, als die Polizei die Unterkunft der österreichischen Biathleten stürmte und einen riesigen Dopingskandal aufdeckte. Spannung pur! Viel Spaß!
 

Episode 5: Hannes Hagen - "Das wird ein kompletter Neustart"

Hannes Hagen ist Konzertveranstalter und Clubbetreiber. Hannes Hagen ist „Mister Szene Openair“. Seit 30 Jahren organisiert der Lustenauer genauso leidenschaftlich wie professionell Konzertveranstaltungen, Openairs und Clubnächte. Doch wie hieß es schon bei Shrek? Am Tag ist es so, des Nachts ganz anders, denn Hannes hat noch eine ganz andere Seite: nach 13 Jahren Abstinenz ist er im Frühjahr 2020 spontan wieder in seinen alten Beruf eingestiegen. Warum? Um zu helfen. Denn Hannes ist auch Intensivpfleger und hat sich während der ersten Corona-Welle dazu bereiterklärt, am Landeskrankenhaus Bregenz wieder Dienste auf der Intensivstation zu übernehmen.

Dass mit den Lockdowns „seine“ Kulturbranche quasi am Beatmungsgerät hängt, sieht Hannes bei allem Schmerz beinahe pragmatisch: „Wann hat man schon einmal die Gelegenheit bei laufendem Betrieb zu resetten?“, sagt er. Und genau das hat er auch gemacht. Die Renovierung seines Clubs „Conrad Sohm“ flugs vorgezogen, Künstlerverträge vom Musikladen übernommen, Konzerte abgesagt, um- und neu geplant, blickt er voller Optimismus auf den Neustart und hegt dabei eigentlich nur einen Wunsch: „Irgendwann muss man die Zügel loslassen und sagen, dass es jetzt wieder losgeht“, meint er, denn die unzähligen Zwischenschritte beim Restart der Kultur sieht er kritisch: ein Konzert mit Maske und ohne Getränke macht keinen Spaß, da macht es für uns wahrscheinlich mehr Sinn, noch zuzulassen“.

Das legendäre Szene-Openair hat Hagen mit seiner Crew bereits auf 2022 verschoben, das Sohm will er spätestens im September öffnen. Die Zeit bis dahin verkürzt er uns in einem spannenden und interessanten Gespräch voller Schmankerl, Facts und Lebensweisheiten – aber auch voller Drama, das er täglich bei seiner Arbeit auf der Intensivstation erlebt. Man hört ihm einfach gerne zu, dem Szene-Hannes. Viel Spaß bei dieser Episode!
 

Episode 4: Milena Broger - "Die Kreation war schon immer mein Antrieb"

„Auch in der Corona-Krise sind wir sehr dankbar dafür, dass wir selbständig sein dürfen und die Zeit so gestalten können, wie wir das für sinnvoll erachten.“ Das sagt ausgerechnet Milena Broger – eine junge Haubenköchin, die sich kurz vor dem ersten Lockdown den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt hat. Und die Wälderin setzt noch eins drauf: Es war vielleicht aufregender als gewollt, aber das erste Jahr hätte ich mir gar nicht schöner vorstellen können.“

Soviel Optimismus kommt nicht von ungefähr, sondern aus dem Innersten eines Role-Models, das seinen Platz im Leben beneidenswert klar gefunden hat. Mit dem Wunsch, später Köchin und Gastgeberin zu sein, hat Milena die Höhere Lehranstalt für Tourismus in Bezau absolviert und ist konsequent ihren Weg gegangen – freilich nicht ohne auch andere Dinge auszuprobieren. Und dennoch: die Kreation war für Milena seit jeher der Antrieb und so hat sie jetzt mit dem „Weiß“ in der Bregenzer Genussmeile Anton-Schneider-Straße ihren Wohlfühlort geschaffen. Bei Moscht & Riebel spricht Milena offen wie nie über Träume, Sorgen und Strategien, die ihr von Guatemala bis in den Bregenzerwald, über Japan bis Dänemark dabei geholfen haben, genau dieser positive Mensch zu sein. Ein spannendes Porträt über einen der hellsten Sterne am Vorarlberger Gastrohimmel. Guten Appetit!

Episode 3: Damir Canadi - "Hierarchie bildet sich immer über Leistung"

Damir Canadi ist ein Trainer, dem der Erfolg keineswegs in die Wiege gelegt wurde. In einem sehr persönlichen Gespräch erzählt der bald 51-Jährige, wie er sich seine Karriere hart erarbeitet hat. Auch persönliche Rückschläge, wie etwa sein kurzes Gastspiel bei Rapid und darauffolgende tiefe Angriffe gegen ihn selbst und seine Familie konnten ihn nicht aus der Bahn werfen. „Ich pflege eine sehr direkte und ehrliche Kommunikation“, sagt er, nur um kurz darauf zu ergänzen, dass gerade diese Eigenschaft immer wieder zu Konflikten führt.

Im Talk mit Christof Burtscher erinnert sich der SCR Altach-Coach an seine Kindheit in Wien, wie seine Vater für sein Jugendspiel sogar den Familienurlaub unterbrochen hat und warum er seit seinem 25. Lebensjahr auf die Kraft der positiven Gedanken setzt. Die neue Episode von Moscht & Riebel – diesmal mit einem spannenden Ausflug in die Welt des Spitzensports.

Episode 2: Judith Grass - "Wir wollen nicht die Besten, sondern die mit der größten Leidenschaft"

Judith Grass leitet mit ihrem Kollegen Markus Burtscher das erste klimaneutrale Skigebiet Österreichs - und das mit gerade einmal 34 Jahren. Bei Moscht & Riebel verrät die Kosmopolitin aus Bürs in Vorarlberg, wie ein Sibirien-Aufenthalt ihre Sicht auf die Umwelt verändert hat, wie stundenlanges "Aus dem Fenster in die Natur starren" so richtig erdet und warum ihre Mitarbeiter:innen während der Arbeitszeit Ski fahren dürfen.

"Wir suchen bei uns nicht unbedingt die Harvard-Absolvent:innen, sondern vor allem die, die unsere Leidenschaft für den Bergsport und Tourismus teilen", sagt sie und geht konsequent den eingeschlagenen Weg, ihr Unternehmen als Nachhaltigstes der Branche zu etablieren. Eine Photovoltaik-Sesselbahn, modernstes Schnee-Management oder das Sammeln und Wiederverwerten des Wassers zur Schneeproduktion sind nur drei Beispiele für bereits umgesetzte Projekte. Judith lebt in ihrem Unternehmen das vor, was sie als Mensch auszeichnet. Was das ist? Hört rein und erfahrt es direkt von ihr! Viel Spaß mit dieser neuen Episode von Moscht & Riebel!

Episode 1: Ruth Swoboda - "Unsere Entscheidungen dürfen nicht beliebig sein"

Wenn die Menschen nicht ins Museum kommen können, dann kommt das Museum eben zu den Menschen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn dazu braucht es mindestens Führungspersönlichkeiten wie Ruth Swoboda, wissenschaftliche Direktorin der inatura. „In unserem Verständnis hört die inatura nicht bei den Eingangstoren auf, sondern wirkt von hier aus über das ganze Land“, sagt die ehemalige Handball-Nationalspielerin.

Bei Moscht & Riebel erzählt die gebürtige Waldviertlerin im Gespräch mit Christof Burtscher, wie sehr sie ihre Jugend im Gymnasium für Hochleistungssport geprägt hat. „Mir war allerdings klar, dass ich mit Handball kein Leben erwirtschaften werde“, sagt Ruth Swoboda und folgte ihrer Leidenschaft, der Wissenschaft. Heute ist sie Museumsdirektorin und sorgt mit ihrem Kollegen Peter Schmid dafür, dass sich die Naturwissenschaft in Vorarlberg auch über den oft zitierten Tellerrand hinaus vernetzt und dass neue Ideen und Impulse als starker Antrieb für eine aktive Museumskultur in die Fläche wirken.

Ihr Faible für den hohen Norden, was das Hinternwackeln von Graugänsen in ihr auslöst und warum ihre Geschwindigkeit manche Menschen überfordert – das alles erklärt sie in dieser Episode. Viel Vergnügen!