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Der Wohnbau macht sich fit für die E-Mobilität

25.03.2021

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Das Tolle an einem E-Auto ist ja unter anderem, dass man es bequem zuhause laden kann. Vorausgesetzt, die entsprechende Ladeinfrastruktur steht zur Verfügung. Vorarlbergs Wohnbau rüstet sich jetzt für die Mobilitätswende – im Neubau wie im Bestand.

Vorarlberg Spitzenreiter bei den Neuzulassungen

Im Jahr 2020 war Vorarlberg einmal mehr Spitzenreiter bei den Neuzulassungen von E-Autos. 8,1 % der neu zugelassenen PKW fahren elektrisch, eine Steigerung von 47% im Vergleich zum Vorjahr. Grund für diese erfreuliche Entwicklung sind neben der steigenden Zahl an attraktiven Fahrzeugmodellen vor allem finanzielle Anreize wie höhere Förderungen für Elektromobilität und Investitionsprämien für Unternehmen.

Wichtige Ladefrage

Wer sich ein E-Autos anschafft, will dieses auch unkompliziert und bequem aufladen. Im Alltag können E-Autofahrer das dichte Ladenetz von vkw vlotte nutzen. Immer wichtiger wird für E-Autofahrer aber die „Tankstelle daheim“. Im Einfamilienhaus ist die Installation von Ladestationen vergleichsweise einfach, doch auch Wohnanlagen lassen sich fit für Elektromobilität machen.

Zukunftsinvestition

Das Thema rücke bei den heimischen Bauträgern vermehrt in den Fokus, berichtet Mobilitätsexperte Stefan Hartmann von vkw vlotte: „Gemeinsam mit lokalen Wohnbauträgern haben wir inzwischen über 70 neue Wohnanlagen mit unserer Infrastrukturlösung ‚e-mobility-ready‘ ausgestattet.“ Ebenso würden Hausverwalter vermehrt mit Anfragen von Wohnungseigentümern konfrontiert, die entweder die gesamte Tiefgarage für die elektromobile Zukunft rüsten oder zumindest eine Wallbox am eigenen Stellplatz installieren wollen.

Wir haben im Vorarlberger Wohnbau nachgefragt:

Drei Fragen an Armin Nesler

Der Immobilienverwalter hat vermehrt mit Elektromobilität im Bestand zu tun.

Welches ist die größte Hürde bei der nachträglichen Installation einer Ladeinfrastruktur?
Die größte Hürde ist, dass viele Miteigentümer von der Elektromobilität nicht überzeugt sind und diese Investition nicht für sinnvoll erachten. Die Umsetzung erfordert derzeit die Zustimmung der Mehrheit. Als Hausverwalter haben wir bereits mehrere Anlagen nachgerüstet – rund zwei Drittel der Eigentümer haben das Vorhaben unterstützt.

Was passiert, wenn die Eigentümergemeinschaft mit Nein stimmt?
Es besteht die Möglichkeit, mit schriftlicher Zustimmung aller Miteigentümer den persönlichen Stellplatz auf eigene Kosten mit einer Wallbox auszustatten. Stimmen nicht alle zu, kann die Umsetzung übers Außerstreitgericht beantragt werden. Allerdings ist 2021 von der Regierung eine Wohnrechtsnovelle geplant, die eine große Erleichterung für die Errichtung von E-Ladestationen vorsieht.

Mit welchen Kosten ist für die Ausrüstung von 20 Tiefgaragenplätzen zu rechnen?
Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten auf rund 15.000 bis 20.000 Euro – etwa die Hälfte davon wird vom Land gefördert. Die Kosten können über den Reparaturfonds bezahlt werden.

Drei Fragen an Claudio Kohler

Der ZIMA-Geschäftsführer hat im Unternehmen den Weg für die Elektromobilität bereitet.

Warum setzen Sie sich als Wohnbauträger mit Elektromobilität auseinander?
Der Wohnbau und die Mobilität befinden sich in einem von Digitalisierung, Klimaschutz und wachsenden Ballungsräumen vorangetriebenen Wandel. Elektromobilität wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Doch die zu Hause benötigte Ladeinfrastruktur lässt sich gerade in Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern nachträglich nicht so einfach realisieren. Darum macht es Sinn, bereits bei der Planung daran zu denken.

Was genau bietet ZIMA Elektrofahrern an?
Unsere Kunden erhalten ein Wohnobjekt, in dem alle Vorkehrungen für das Laden eines E-Autos getroffen worden sind. Wenn es so weit ist, müssen sie nur noch über vkw vlotte ihre eigene Wallbox bestellen. Stand jetzt haben wir schon über 20 Projekte in Vorarlberg „e-mobility ready“ ausgestattet.

Und wer trägt die Ladekosten für das Laden der E-Autos?
Die anfallenden Ladekosten werden natürlich nicht auf alle Hausbewohner umgelegt, sondern nur von denjenigen getragen, die die Ladestation nutzen. Wallboxen mit integriertem Zähler machen dies möglich.